Montag, 4. Februar 2008
Crystal Red Garnelen

Name: Crystal Red (Caridina cf. cantonensis)

Beckenlänge: ab ca. 12 l
PH-Wert: 6,0 - 7,8 (max. 8,0)
Wasserhärte: bis 12° dH
Temperatur: 20 - 27°
Herkunft: rote Zuchtform aus Japan, ursprüngliche Form der Bienengarnele soll aus China kommen.
Größe: 2 - 2,5 cm

Ernährung: Flock-, Granulat- und Frostfutter, Laub, Algen, Filtermulm, Futtertabletten etc.

Merkmale:
Die Crystal Red Garnele wird wegen ihres attraktiven Erscheinungsbildes und ihrer relativ unproblematischen Haltung sehr häufig in Aquarien gepflegt. Die Garnele erreicht eine Länge von etwa zwei Zentimetern, weibliche Tiere sind meist etwas größer als ihre männlichen Artgenossen. Adulte Weibchen wirken insgesamt fülliger und ihr Hinterleib ist tiefer ausgezogen. Beide Geschlechter tragen auf dem Abdomen ein Muster aus zwei bis vier weißen bis durchsichtigen Querstreifen. Farbgebung und Musterung können, wie bei allen Zwerggarnelen, selbst innerhalb einer Population starken Schwankungen unterliegen.

Pflege:
Die Crystal Red Garnele ist eine friedfertige Art, die auch untereinander keinerlei Aggressionen zeigt. Sie ernährt sich von Aufwuchs auf Steinen und verrottenden Pflanzenmaterial sowie sehr kleinen Insektenlarven.

Zucht:
Die Paarung erfolgt unmittelbar nach der Häutung des Weibchens. Es wird vom Männchen auf den Rücken gedreht, das mit den, zu Begattungsorganen umgewandelten, Innenästen des ersten Schwimmbeinpaares eine Spermatophore nahe der Geschlechtsöffnung des Weibchens platziert. Wenige Stunden nach der Begattung werden die 15 bis 50 etwa 1x0,7 Millimeter große Eier aus den Eierstöcken ausgestoßen und beim Austritt aus der Geschlechtsöffnung befruchtet. Das Weibchen befestigt sie an den Schwimmbeinen, den Pleopoden, wo sie durch häufiges Bewegen mit sauerstoffreichem Wasser versorgt werden. Über die gesamte Inkubationszeit verbleibt das Gelege beim Weibchen, lediglich unbefruchtete Eier werden nach wenigen Tagen abgestoßen. In Abhängigkeit von der Wassertemperatur erfolgt nach drei bis vier Wochen der Schlupf der Larven. Die eineinhalb Millimeter großen Jungtiere sind Form und Farbe ihren Eltern bereits sehr ähnlich.

Die maximale Lebenserwartung der Garnele liegt bei einem bis eineinhalb Jahren.

Quelle: Wikipedia

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Dienstag, 29. Januar 2008
Frostfutter

In der Aquaristik wird Frostfutter als jene Fischnahrung bezeichnet die tiefgefroren in den Zoohandlungen zu erwerben ist. Viele Futtertiere wie z.B. Wasserflöhe (Daphnien), Hüpferlinge (Cyclops), Rote, Weiße und Schwarze Mückenlarven, Kleinkrebse (Krill, Mysis), Krebseier, Miesmuschelfleisch, Tintenfischfleisch, Stinte und Artemia (Salinenkrebs, lat. artemia salina) werden in Schokoform (ähnlich einer Schokoladentafel kann man die Portionen einfach abbrechen), Blisterform (wie bei einer einzelnen Tablette kann man die benötigte Portion Futter sehr sauber aus der Verpackung drücken) und dem Flat-Pack (die einfachste Art: das Futter wird einfach liegend in einem Kunststoffbeutel eingefroren), tiefgefroren.

Beim Frostfutter handelt es ich um speziell gezüchtete oder gefangene kleine Futtertiere, die dem natürlichen Nahrungsspektrum der meisten Fische entsprechen und die richtige Behandlung vorausgesetzt - alle ursprünglichen Inhaltstoffe auch noch enthalten.

Frostfutter ist zwar immer die zweite Wahl nach dem Lebendfutter, doch sprechen eine hohe Haltbarkeit und eine nicht saisongebundene Verfügbarkeit für das Frostfutter. Es spielt daher als Zierfischfutter eine wichtige Rolle. Der Verbraucher sollte jedoch, genau wie bei Lebensmitteln, darauf achten dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Das Frostfutter sollte vor Gebrauch aufgetaut und gut durchgespült werden um Darmerkrankungen bei den Fische zu vermeiden. (Quelle Wikipedia)

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Montag, 28. Januar 2008
Wasserwerte

Als Aquarianer sollte man stets bemüht sein den Lebensraum der Fische möglichst nah an deren Bedürfnisse anzupassen. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Optimierung der Wasserqulität mit all ihren unterschiedlichen Werten. Für Anfänger der Aquaristik (wie ich) ist dies eine neue Welt. Einen Anfang dazu möchte ich hier machen mit einer Bestandsaufnahme der wichtigsten Erklärungen und Definitionen von Wasserwerten

Temperatur
Die Bedeutung der Temperatur für Fische und Pflanzen sollte eigentlich einleuchten. Dazu kommt, daß Fische im Gegensatz zu uns keine wechselwarmen Lebewesen sind, ihre Körpertemperatur also nicht selbstständig regulieren können.
allerdings wird eine Temperatur- Abweichung nach oben meist nicht so tragisch genommen wie eine nach unten, insofern ist ein Temperatur- Anstieg im Sommer im allgemeinen kein Grund, Eiswürfel ins Becken zu werfen. Ein Problem der Temperatur- Messung ist, daß Thermometer häufig nicht sonderlich präzise sind, es ist anzuraten, beim Kauf nicht zu sehr auf den Preis zu achten und auch verschiedene Thermometer zu vergleichen.

ph Wert
Der pH- Wert gibt die Konzentration der OH-- Ionen wieder, welche eine Flüssigkeit alkalisch machen, wobei eine Erhöhung / Erniedrigung des pH- Wertes um 1 einer Konzentrationserhöhung / -ernierdrigung von 10 entspricht. Reines Wasser (H2O) disoziiert gleichmäßig zu H+ und OH-, was einem pH- Wert von 7 entspricht.
Säuren haben einen pH <7, Basen >7. Unser Leitungswasser kommt gewöhnlich leicht alkalisch aus der Leitung, um zu verhindern, daß Metalle (Kupfer, Blei) aus den Rohrleitungen gelöst werden. Der pH- Wert ist wichtig für das Wohlbefinden von Fischen und Pflanzen, daher sollten stets Lebewesen aus gleichen oder ähnlichen Biotopen zusammen gepflegt werden. Die überwiegende Anzahl unserer Pfleglinge stammt aus Gewässern mit leicht saurem pH- Wert. Dieses ist auch unproblematischer bezüglich der Ammoniak- Konzentration. Beinflußt werden kann der pH- Wert im Aquarium durch die Karbonat- Härte, Kohlendioxid und die Zugabe von Säuren (z.B. Torf oder Torfextrakt) bzw. Basen.

Gesamthärte (gh)
Die Gesamthärte entspricht der Konzentration aller Erdalkali- Ionen, im wesentlichen Calcium und Magnesium, somit also auch der sprung Karbonathärte. Die Karbonathärte ist also immer niedriger als die Gesamthärte. Gewöhnlich ist die Gesamthärte ein gutes Maß für den Gesamtsalzgehalt eines Wassers. Daher ist auch die Gesamthärte ein bestimmendes Merkmal des Lebensraums Wasser. Gesenkt werden kann die Gesamthärte durch Verwendung von Wasser aus einer Osmose- Anlage oder einem Ionentauscher. Die Erhöhung der Gesamthärte ist durch Aufhärtesalz möglich.

Karbonhärte (kh)
Die Karbonathärte gibt die Konzentration von Erdalkali- carbonat- und hydrogencarbonat- Ionen (CO32- und HCO3-) an (1 °dh = 21.8 mg/L) und ist besonders wichtig für unsere Wasserpflanzen, die an bestimmte KH- Werte angepaßt sind. Des weiteren bildet die Karbonathärte ein Puffersystem mit dem Kohlendioxid, was sich auf den pH- Wert auswirkt. Kurz gesagt, bei niedriger Karbonathärte wird weniger Kohlendioxid benötigt, um den pH- Wert auf einen bestimmten Wert zu senken. Gesenkt werden kann die Karbonathärte durch Verwendung von Wasser aus einer Osmose- Anlage oder einem Ionentauscher. Ebenfalls möglich ist die Zerstörung der Karbonathärte durch anorganische Säuren, dies ist jedoch dem Spezialisten vorbehalten und hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Die Erhöhung der Karbonathärte ist durch Natriumhydrogencarbonat (3g NaHCO3 = 1 °dH) möglich.

Nitrit
Nitrit ist ein starkes Fischgift, es ist allerdings in eingefahrenen Aquarien nicht nachweisbar, das es umgehend von Nitrobacter- Bakterien zu sprung Nitrat abgebaut wird. Lediglich bei neu eingerichteten Becken (oder wenn der biologische Abbau gestört ist, z.B. nach Medikamenteneinsatz) sind hohe Nitrit- Konzentrationen zu erwarten. Daher ist es wichtig, bei neu eingerichteten Becken den Nitrit- Gehalt zu beobachten und erst Fische einzusetzen, wenn die Konzentration gesunken ist.

Nitrat
Als solches ist es relativ unkritisch für unsere Fische. Es besteht allerdings (wie beim Menschen) die Möglichkeit, daß das Nitrat im Verdauungstrakt zu giftigem Nitrit reduziert wird. Daher der oben angegebene Richtwert. Wasserpflanzen können zwar theoretisch Nitrat als Stickstoffquelle nutzen, in der Praxis verwenden sie jedoch das Ammonium. Die einfachste Möglichkeit, die Nitrat- Werte im Aquarium zu senken, besteht im Wasserwechsel, vorausgesetzt, das Leitungswasser ist nicht schon zu sehr Nitrat belastet. Des weiteren gibt es noch spezielle Nitratfilter, die extrem langsam durchströmt werden und unter Sauerstoffarmut das Nitrat bis hin zum gasförmigen Stickstoff (N2) reduzieren. Der Nachteil besteht darin, daß solche Filter ständiger Fütterung bedürfen und die Gefahr besteht, daß sie unverhofft sprungNitrit produzieren. Die letzte mir bekannte Möglichkeit wäre, die Tatsache zu nutzen, daß Land- und Schwimmpflanzen direkt Nitrat verwerten können. Hierzu kann man die Luftwurzeln von Efeutute, Monstera oder Philodendron ins Aquarium hängen oder auch Stecklinge direkt im Aquarium wurzel lassen.

Kohlendioxid
Kohlendioxid ist ein unentbehrlicher Pflanzennährstoff. Normalerweise entsteht Kohlendioxid in Gewässern als Stoffwechselprodukt von Fischen, Pflanzen (nachts) und Bakterien Im Aquarium reicht diese Menge jedoch oft nicht aus, sodaß es notwendig wird, eine CO2- Düngung zu betreiben. Zuersteinmal sollte man jedoch vermeiden, vorhandenes CO2 auszutreiben, z.B. durch zu starke Oberflächenbewegung, zu hoch installierten Filterausläufe oder Sprudelsteine. Der optimale CO2- Gehalt ergibt je nach sprungKarbonathärte einen bestimmten pH- Wert. Bei sehr niedrigen CO2- Gehalten holen sich die Pflanzen das benötigte CO2 aus der Karbonathärte, dies wird als biogene Entkalkung bezeichnet.

Sauerstoff
Sauerstoff im Aquarium ist Lebensgrundlage für Fische, Bakterien und auch Pflanzen. Pflanzen setzen tagsüber CO2 zu Sauerstoff um, nachts veratmen sie (wie die Fische) Sauerstoff. Sauerstoff durch einen Sprudelstein einzubringen ist im allgemeinen unnötig und sogar schädlich, da dies wertvolles CO2 austreibt. In einem bepflanzten Becken mit gutem Wuchs reicht der durch die Pflanzen produzierte Sauerstoff in der Regel aus. Ein Übermaß an Sauerstoff ist ebenfalls nicht erstrebenswert, da wichtige Nährstoffe oxidiert werden. Praktisch kein Sauerstoff sollte im Bodengrund vorhanden sein, dies fördert zum einen sprungNitrat- abbauende Bakterien, zum anderen den Pflanzenwuchs.

Phosphat
Phosphat ist ein weiteres Stoffwechselprodukt der Filterbakterien.
Phosphat kann eingebracht werden durch übermäßig viel Futter, nicht ausgespültes Frostfutter oder Wasserzusätze wie Torf oder andere pH veränderende Substanzen. Phosphat ist ebenfalls ein Pflanzennährstoff, jedoch genügen schon Phosphat- Gehalte von weniger als 0,02 mg/L zur ausreichenden Versorgung. Höhere Phosphat- Werte sind oft die Ursache für übermäßiges Algenwachstum.

Eisen
Eisen ist ein unentbehrlicher Pflanzennährstoff, bei dem allerdings schon geringe Mengen ausreichen. So sind 0,05 - 0,1 mg/L als optimal anzusehen, während Werte über 0,2 mg/L bereits schädlich sein können. Zur Aufnahme durch die Pflanzen muß das Eisen zweiwertig und gelöst vorliegen; um die Oxidation zum dreiwertigen Eisen zu verhindern, enthalten gute Aquariendünger das Eisen als sogenannten Chelat- Komplex, der das zweiwertige Eisen im Aquarium relativ stabil hält. Bei einem guten Bodengrund (fein, hoch geschichtet) kann dort auch eine Reduktion vom dreiwertigen zum zweiwertigen Eisen erfolgen, sodaß die Pflanzen ihren Bedarf dann auch aus dem Boden decken können. Ein Problem sind die im Aquarienbedarf erhältlichen Eisen- Tests. Fast alle können die aquaristisch sinnvolle Konzentration garnicht mehr erfassen und weisen teilweise auch nur unchelatiertes Eisen nach. Zur Zugabe von Eisen benutzt man einen (guten) handelsüblichen Aquariendünger.

Die hier aufgeführten Informationen stammen von der Internetseite http://www.u-v.de/ die Ulf Volmer hervorragend, verständlich und informativ zusammengetragenen hat.

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Ringelhandgarnelen

Name: Ringelhandgarnele (Macrobrachium assamense)

Beckenlänge: 60 cm
PH-Wert: 5,5 bis 7,5
Wasserhärte: 4° to 30° dH
Temperatur: 20 -30°
Herkunft: östlicher Himalaja, Bergbewohner.
Größe: 6 - 8 cm
Ernährung: Fischfutter nur bedingt pflanzliches, knabbert aber auch an jungen Blättern und Trieben in der Regel ohne den Bestand zu gefährden. Als Lieblingsspeise haben sich bei mir Posthornschnecken herausgestellt. Die kleinen bis mittelgoßen Tiere werden mit den Scheren aus ihrem Gehäuse gezogen, bei größeren Schnecken scheint das oftmals nicht zu gelingen. Auch Schneckenlaich wird gern verspeist, so dass in einem Ringelhand-Garnelen Aquarium Posthornschnecken keine Chance haben und der gesamte Bestand mit der Zeit vertilgt wird.

Merkmale:
Die Ringelhandgarnelen sind Grau marmoriert und bei abwechlungsreicher Ernährung (Frostfutter oder Lebenfutter) meist dunkler, dann mit rot-schwarz geringelten Scheren

Pflege:
Die Ringelhandgarnele zieht sich vor allem tagsüber häufig in Verstecke zurück, kommt aber zum Fressen jederzeit heraus. Die Tiere sind untereinander recht zänkisch; in kleineren Becken soll auf Dauer oft nur ein Männchen und mehrere Weibchen überleben. Bei dichtem Besatz wird offenbar auch ein Teil des Nachwuchs erbeutet. Auch kleinere, nachts am Bodengrund ruhende Fische werden mit den Scheren ergriffen und zumindest verletzt. Junge Lebendgebährende sollen regelmäßig verschwinden. Ringelhandgarnelen dürfen nicht mit Krebsen vergesellschaftet werden. Kleinere Krebse werden verspeist, gleichgroße Krebse machen die Verstecke streitig und es kann zu Verlusten von Scheren der Ringelhänder kommen.

Zucht:
Die Zucht der Ringelhand-Garnelen ist recht einfach, da die Weibchen recht große Eier (1,5 mm) produzieren aus denen dann fertige Garnelen schlüpfen. Die Jungtiere kommen somit ohne eigentliches Larvenstadium zur Welt. Bei günstigen Bedingungen können dies alle 4 - 6 Wochen ca. 20 - 60 sein. Die Tragzeit der Eier, die das Weibchen unter ihrem Hinterleib hält, dauert bis zu vier Wochen und ist stark von der Wassertemperatur abhängig. Die Junggarnelen werden vom Weibchen in einem Versteck entlassen, halten sich noch wenige Tage dort auf und verlassen dann den Schutz des Weibchens.

Die Alttiere stellen den Junggarnelen nicht nach. Allerdings sind die kleinen Garnelen leichte Beute für Fische, da sie sich nicht verstecken, sondern frei im Aquarium bewegen. Die Jungtiere wachsen unterschiedlich schnell. Schon mit vier Monaten können sie geschlechtsreif sein.

Quelle: www.wirbellose.de

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